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Teilen Ehrungen für Michael Verhoeven
Preise für das Werk eines engagierten Regisseurs

Michael Verhoeven erhielt zusammen mit seiner Ehefrau Senta Berger in diesem Jahr den Herbert Strate-Preis, den die Filmstiftung NRW und der HDF Kino e.V. gemeinsam vergeben. Die mit 20.000 EUR dotierte Auszeichnung ehrt Menschen, die sich um den deutschen Film verdient gemacht haben. Verliehen wurde der Preis am 4. November im Düsseldorfer Savoy Theater. Die Laudatio hielt Produzent Mario Krebs, Koautor von Michael Verhoevens “Die weiße Rose” und Geschäftsführer von Eikon West, Köln. Bisherige Preisträger waren u.a. Tom Tykwer, Sönke Wortmann, Günter Lamprecht u.a.

Den “Preis für Verständigung und Toleranz 2009” des Jüdischen Museums Berlin erhält MICHAEL VERHOEVEN am 14.11. im Rahmen einer festlichen Gala-Veranstaltung in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler. Ausgezeichnet wird Verhoeven als kinematografischer Vermittler zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er habe mit seinen Filmen gesellschaftliche Debatten initiiert und er beweist dabei immer wieder aufs Neue „die Courage, hinzuschauen, Unrecht anzuzeigen und die Tabuisierung der jüngeren deutschen Vergangenheit zu durchbrechen” ( Jüdisches Museum Berlin).

Seinem Interesse an historisch wie gesellschaftlich relevanten Themen, insbesondere aber der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sind Filme zu verdanken wie der ebenso analytische wie unter die Haut gehende Antikriegsfilm »OK« (1970), »Die weiße Rose« (1982), der erste große Film über den Widerstand gegen die Nationalsozialisten, oder auch »Das schreckliche Mädchen« (1990), in dem wie in wohl keinem anderen Film deutlich wird, welche Ausmaße die Angst der Gesellschaft vor der Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit annehmen kann. Auch in seinem jüngsten Dokumentarfilm »Menschliches Versagen« (2008) setzt sich Michael Verhoeven mit dem Nationalsozialismus auseinander: Anhand der Geschichten von Betroffenen erzählt er eindringlich von der Ausgrenzung, Entrechtung und schließlich Deportation der Juden in Deutschland. Dabei geht es dem Regisseur nicht allein um Historie: »Die Vergangenheit berührt mich als nicht erledigtes Phänomen meiner Gegenwart – und darüber hinaus meiner Zukunft.«

JK

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